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Die Macht der Fragen


Die meisten Füh­rungs­kräf­te ver­brin­gen viel Zeit da­mit, von an­de­ren Men­schen In­for­ma­tio­nen ein­zu­ho­len – dem Fra­gen selbst wird dabei keine besondere Auf­merk­sam­keit geschen­kt.  Doch dabei ist Fra­gen­stel­len ein ein­zig­ar­ti­ges, un­ge­heu­er mäch­ti­ges Mit­tel um Wer­te in Un­ter­neh­men frei­zu­set­zen, da die Ant­wor­ten großen Einfluss auf einen kon­struk­ti­ven Aus­gang des Ge­sprächs und somit auf eine erfolgreiche Arbeit  nehmen können. Wis­sens­zu­wachs und Ide­en­aus­tausch werden gefördert,  In­no­va­ti­on und Mo­ti­va­ti­on werden angeregt, die Leistung gesteigert und der Be­zie­hungs- und Ver­trau­ensauf­bau im Team werden gestärkt. Es geht daher um viel mehr als den reinen Austausch von Informationen.

 

Doch im Gegensatz zu Berufsgruppen wie Ärzten oder Journalisten werden Manager und Führungskräfte in der Regel nicht entsprechend geschult. Die ursprünglich angeborene Neugier ist über die Jahre häufig verkümmert und nicht jedem ist die emo­tio­na­le In­tel­li­genz und die Fä­hig­keit gegeben an­de­re Men­schen zu le­sen. Doch wir können lernen Fra­gen und Ant­wor­ten so zu for­mu­lie­ren, dass wir das Er­geb­nis von Ge­sprä­chen be­ein­flus­sen können. Die richtige  Fra­ge­form, der angemessene Ton­fall, die passende Ab­fol­ge und der entsprechende Kon­text, all das trägt dazu bei, ob ein Gespräch zielführend ist. Wel­che und wie vie­le In­for­ma­tio­nen müssen wir preisgeben, um aus Ge­sprä­chen das Optimum her­aus­zu­ho­len – und zwar nicht für sich per­sön­lich, son­dern ins­be­son­de­re für eine erfolgreiche Un­ter­neh­mensführung.

 

Quelle: http://www.harvardbusinessmanager.de/heft/d-159910290.html